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SKULPTURAL

Anonym, Gipsabguss nach Diskobol des Myron, Original um 460 v. Chr., römische Kopie 117–138 n. Chr., 2. Hälfte 19. Jh., Universität Hamburg, Detail, Foto: UHH-RRZ-MCC-Mentz
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Die neuen Galerien

Ort

Café Liebermann, Klingersaal und Rotunde

Mit SKULPTURAL. Die neuen Galerien präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals umfassend ihre Skulpturensammlung und das in einer medien- und epochenübergreifenden Schau: Auf 1.500 m² entfaltet sich ein Parcours mit über 500 Skulpturen, Reliefs, Gemälden, Grafiken, Fotografien, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren Kunstgeschichte in überraschenden Gegenüberstellungen – von der Antike bis zur Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur bis monumental. 

Ein besonderer Fokus gilt dem neu entdeckten Sammlungsschatz: den Kleinstskulpturen – »sculptures en miniature«, wie sie der erste Direktor Alfred Lichtwark nannte: Spitzenwerke der Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber und Bronze. Diese Neuentdeckungen begegnen Meisterwerken aller Medien, so den überlebensgroßen Plastiken von Auguste Rodin oder Aristide Maillol, antike Porträts treten in Dialog mit zeitgenössischer Fotografie, Reliefs von Käthe Kollwitz mit Körperabgüssen der 1960er Jahre und Videoarbeiten unter anderem von Marina Abramović.

Die Präsentation baut auf dem Forschungsprojekt »Von der zweiten zur dritten Dimension« auf, in dem rund 6.000 Münzen, Medaillen und Plaketten erstmals gesichtet, restauriert, digitalisiert und in ihren Kontexten erforscht werden. Im April 2026 werden erste Objekte online veröffentlicht. Damit wird der Bestand der Skulpturensammlung der Hamburger Kunsthalle um eine Vielzahl von Objekten von der Antike bis in die Moderne ergänzt.

Ermöglicht werden Erforschung und Präsentation durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die erneut als maßgebliche Förderin wirkt. Zu den weiteren Kooperationspartner*innen zählen u. a. das Musée d’Orsay, Paris, die Universität Hamburg und die Staatlichen Museen zu Berlin.

Künstler*innen (Auswahl)

Marina Abramović, Lawrence Alma-Tadema, Eleanor Antin, Karel Appel, Hans Arp, Ernst Barlach, Joseph Beuys, Arnold Böcklin, Victor Bonato, Louis Alexandre Botté, Maximilian Bourgeois, Constantin Brancusi, François-Rupert Carabin, Anne Marie Carl-Nielsen, Jean-Baptiste Carpeaux, Giovanni Cavino, Jules-Clément Chaplain, Henri Chapu, Alexandre Charpentier, Jean Carriès, Roert Cauer d. Ä., Charles Henri Joseph Cordier, David d’Angers, Sebastian Dadler, Salvador Dalí, Aimé Jules Dalou, Maximilian Dasio, Edgar Degas, Daniel Dupuis, Henri Dubois, Marcel Duchamp, Julius von Ehren, James Ensor, Peter Friedl, August Gaul, Alberto Giacometti, Julio González, Anton Graff, Geneviève Granger, Henri Charles Guérard, Friedrich Hagemann, Mona Hatoum, Armand Francois-Joseph Henrion, Adolf von Hildebrand, Johann Georg Hinz, Jacob Jacobs, Juriaen Jacobsz, Max Klinger, Wilhelm Lehmbruck, Daniel Friedrich Loos und Friedrich Wilhelm Loos, Heinrich Kautsch, Fernand Khnopff, Käthe Kollwitz, Max Klinger, Eva Kmentová, Jannis Kounellis, Elena Kovylina, Henri Laurens, Maria Lassnig, Alphonse Eugène Lechevrel, Elena Luksch-Makowsky, Aristide Maillol, Marino Marini, Ewald Mataré, Henri Matisse, Adolph Menzel, Franz Xaver Messerschmidt, Olaf Metzel, Marielle Mosler, Bruce Nauman, Shririn Neshat, Ivan Pinkava, Victor Peter, Antonio Pisanello, Pablo Picasso, Hubert Ponscarme, Laure Prouvost, Christian Daniel Rauch, Man Ray, Hans Reinhart d. Ä., Johann Reteke, Germaine Richier, Jean Désiré Ringel d'Illzach, Pierre Roche, Auguste Rodin, Oscar Roty, Thomas Ruff, Otto Sigismund Runge, Johann Gottfried Schadow, Peter Sadofsky, Anton Scharff, Janet Scudder, Georges Segal, Jiri Seifert, Jaroslava Severová, Renée Sintenis, Daniel Spoerri, Christian Friedrich Tieck, Adriaen Valck, Mary Warburg, Hannah Wilke, Ovide Yencesse u. a.

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Der außergewöhnliche Sammlungsschatz von filigranen, aus Gold, Silber und Bronze geschlagenen, geprägten, gegossenen Kleinstskulpturen umfasst ausgewählte Spitzenwerke der Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Antike, Renaissance, Barock, Impressionismus, Jugendstil und Moderne. Damit wird die bislang 800 Jahre fokussierende Sammlung des Museums um entscheidende Jahrhunderte grundlegend erweitert. In der Präsentation wird der Skulpturenbestand in seiner ganzen Vielfalt sichtbar – überraschend, vielstimmig und sinnlich erfahrbar. Zu verschiedenen Themen, wie z. B. den Orten der Kunst, zu Gesicht, Gefühl, Gestik in Porträt und Maske, eröffnen die skulpturalen Formen Spielfelder zwischen Dimensionen und Zeiten. 

Der Rundgang erstreckt sich vom klassizistischen Säulensaal, einem architektonisch prunkvollen Zeichen der frühen Antikenrezeption des Museums, bis in die Rotunde, wo ein großes ortsbezogenes zeitgenössisches Auftragswerk den Parcours schließt.

Die Präsentation erfolgt in neuartigen Entdecker-Vitrinen, die in Anlehnung an historisch wegweisende, vom ersten Direktor der Kunsthalle selbst entworfenen Vorbilder die Tradition des Hauses aufgreifen sowie die aktuell höchsten Standards erfüllen und teils zudem mit interaktiven Devices ausgestattet sind. Spitzenleihgaben aus dem Pariser Musée d’Orsay und europäischen Privatsammlungen bereichern dabei die neuen Galerien.

Kooperationen & Förderung

Ermöglicht durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die bereits 2016 die umfassende Modernisierung der Kunsthalle unterstützt hat.

Kooperationspartner:
•    Universität Hamburg, Institut für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraums
•    Staatliche Museen zu Berlin, Portal ikmk.net
•    Musée d’Orsay, Paris

 

Kuratorin, Leiterin Sammlung und Forschungsprojekt

  • Dr. Annabelle Görgen-Lammers

Assistenzkuratorin, Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Ann-Kathrin Hubrich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Numismatik

  • Patrik Pohl

Produktionsmanagerin und Projektassistentin

  • Petra Bassen

Studentische Mitarbeit

  • Tessa Scheunert und Dana Zacharias

Mit außergewöhnlicher Unterstützung des Musée d’Orsay

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Ermöglicht durch

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Gefördert von

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